TikTok, Instagram, LinkedIn oder Facebook – welcher Kanal bringt wirklich Ergebnisse?
Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie ihre Social-Media-Strategie erweitern sollen – und wenn ja: auf welcher Plattform lohnt es sich am meisten?
Statt „Wir müssen überall sein“ ist die bessere Herangehensweise: Die richtige Plattform folgt euren Zielen, eurer Zielgruppe und euren Ressourcen. Hier kommt der Vergleich – klar, praxisnah und ohne Buzzword-Bingo.
1. Erst das Ziel, dann der Kanal
Bevor du TikTok vs. Instagram vergleichst, kläre eine Sache: Was soll Social Media bringen?
- Bekanntheit & Reichweite: möglichst viele passende Menschen erreichen
- Vertrauen & Marke: Wiedererkennung, Community, Nähe
- Leads & Anfragen: messbare Kontakte, Termine, Käufe
- Recruiting: Bewerbungen und Arbeitgeberattraktivität
- B2B-Positionierung: Expertise zeigen, Entscheider erreichen
Jede Plattform kann vieles – aber jede hat Schwerpunkte.
2. TikTok vs. Instagram: Reichweite oder Markenpflege?
TikTok (Stärke: Reichweite & Entdeckung)
TikTok ist die Plattform, wenn du schnell neue Leute erreichen willst – auch ohne große Community. Der Algorithmus spielt Content aus, der gut performt, unabhängig von der Followerzahl.
TikTok lohnt sich besonders für:
- Unternehmen mit Einblicken (Produktion, Team, Prozesse, Baustellen, Küche, Lager)
- Recruiting (Azubis, Fachkräfte, Arbeitgebermarke)
- Themen, die sich in 15–45 Sekunden erklären lassen
Aufgepasst: TikTok verzeiht wenig „Werbe-Content“. Erfolgreich ist, was authentisch, kurz und klar ist.
Instagram (Stärke: Marke & Beziehung)
Instagram ist ideal, um bestehende Kontakte zu pflegen, Vertrauen aufzubauen und eine Marke visuell konsistent zu präsentieren. Besonders wertvoll sind Stories, DMs und lokale Interaktion.
Instagram lohnt sich besonders für:
- Marken mit ästhetischem Produkt/Service
- lokale Unternehmen mit Stammkundschaft
- Community-orientierte Themen (Behind-the-scenes, Team, Kundenstimmen)
Aufgepasst: Organische Reichweite ist oft schwerer als früher – Reels sind wichtig, aber stärker umkämpft.
👉 Also: TikTok bringt neue Reichweite. Instagram baut Beziehungen und Marke.
3. LinkedIn: Pflicht für B2B – oft unterschätzt
Wenn du im Mittelstand oder B2B unterwegs bist, ist LinkedIn oft der effizienteste Kanal für Positionierung und Vertrauen – vor allem bei erklärungsbedürftigen Leistungen.
LinkedIn lohnt sich besonders für:
- B2B-Dienstleister, Industrie, IT, Beratung
- Recruiting von Fach- und Führungskräften
- Experten-Content: Einblicke, Learnings, Cases
- Was hier funktioniert:
- klare Meinungen, Erfahrungen, Praxisbeispiele
- Projekte, Zahlen, Erkenntnisse (ohne Geschäftsgeheimnisse)
- Menschen statt Logos: Geschäftsführung, Vertrieb, Fachkräfte sichtbar machen
4. Facebook: tot? Kommt drauf an.
Facebook ist für viele Branchen nicht mehr Wachstumskanal Nummer 1 – aber in bestimmten Zielgruppen und lokal kann es weiterhin sinnvoll sein.
Facebook lohnt sich besonders für:
- Zielgruppe 35+
- lokale Communitys, Vereine, Veranstaltungen
- Branchen mit starken Gruppen (z. B. regional, Hobby, Handwerk)
Wenn du dort bereits eine Community hast: pflegen. Wenn du bei null startest: oft lieber Instagram/LinkedIn/TikTok priorisieren.
5. Social-Media-Kanäle Vergleich auf einen Blick
| Plattform | Organische Reichweite | Zielgruppe | Content-Stil | Ideal für |
| TikTok | hoch | 16–40 | roh/authentisch, schnell | Reichweite, Recruiting, Wachstum |
| mittel | 18–45 | visuell, Marke, Stories | Markenaufbau, Community, lokal | |
| mittel | B2B/ Entscheider | Expertise, Business-Story | Positionierung, B2B, Recruiting | |
| eher niedrig | 35+ | Community/Info | Gruppen, lokal, Events |
6. Welche Plattform passt zu meinem Unternehmen?
Unsere Entscheidungshilfe:
Wähle TikTok, wenn…
- du Reichweite willst und Inhalte „aus dem Alltag“ zeigen kannst
- du Recruiting stärken möchtest
- du schnell testen und lernen willst
Wähle Instagram, wenn…
- du Marke & Vertrauen aufbauen willst
- du stark lokal arbeitest und Kundennähe wichtig ist
- du Stories/DMs aktiv nutzen kannst
Wähle LinkedIn, wenn…
- du B2B machst oder Entscheider erreichen willst
- du Expertise zeigen kannst (Cases, Learnings, Perspektiven)
- du als Arbeitgeber seriös sichtbar werden willst
Wähle Facebook, wenn…
- deine Zielgruppe 35+ ist oder du stark über Gruppen oder Events gehst
- du dort bereits Reichweite hast und sie halten willst
7. Empfehlung für regionale Unternehmen im Ruhrgebiet
Für viele mittelständische Unternehmen ergibt sich oft diese Priorisierung:
- B2C lokal: Instagram + TikTok
- B2B / Industrie / Dienstleistungen: LinkedIn + Instagram (und TikTok optional fürs Recruiting)
- Recruiting-Fokus: TikTok + LinkedIn
Wichtig: Lieber 2 Kanäle richtig als 4 halbherzig. Das bedeutet außerdem gutes Social Media Storytelling.
👉 Die beste Plattform ist die, die zu Ziel & Alltag passt
TikTok ist nicht automatisch Zeitverschwendung – genauso wenig ist Instagram automatisch Pflicht. Entscheidend ist, wo eure Zielgruppe wirklich unterwegs ist, welche Inhalte ihr realistisch produzieren könnt und welches Ziel ihr verfolgt.
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